bewirtheten, und ihnen bei ſeiner Abreiſe zwei goldne Becher verehrten, einen dem Sir Anton und den andern dem Perſer. Der Inhalt von Sir Anton's Becher war jedoch beſſer als das Aeußere, da er mit Gold angefuͤllt war. Als er ſeinen Abfſchied von Nuͤrnberg genommen hatte, kam er nach Augs⸗ burg, wo er gut aufgenommen wurde, und von da nach Muͤnchen, wo ihm der Herzog von Baiern große Gaſtereien zu Ehren veranſtaltete. Von Muͤn⸗ chen kam er nach Inſpruck, und von da uͤber Trient nach Rom, an welchen Orten er wohl aufgenommen wurde.
Zu Rom veruneinigte er ſich abermals mit dem Perſer, wegen des Rangſtreites, wo ihm Sir Anton offen erklaͤrte, daß er manchmal ſein ſtolzes und un⸗
verſchaͤmtes Benehmen, und mehr, als mit ſeiner Ehre
und ſeiner Stellung vereinbar ſei, ertragen habe, blos um die ihnen aufgetragene Unterhandlung zu befoͤr⸗ dern.„Da Ihr iedoch,“ ſagte er,„alles gethan habt, was in Euern Kraͤften ſtand; um ſie zu hintertreiben, da ihr mehr Eurer uͤbermuͤthigen Laune Gehoͤr gege⸗ ben, als die Natur und die Eigenſchaft Eurer Ver⸗ wendung beruͤckſichtigt habt; ſo will ich Euch hierdurch zu verſtehen geben, daß ich Eure Worte, Mienen und Handlungen kuͤnftig genauer beobachten, und unter ſtrengere Aufſicht nehmen werde. Denn Ihr muͤßt wiſſen, daß ich Euer Oberer bin, und daß ich nichts thue, was mir nicht ziemt, ſowohl aus Achtung fuͤr


