Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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nur nach den verſchiedenen Sitten ihrer Laͤnder auf verſchiedene Art bedient.

Er blieb ein halbes Jahr zu Prag, waͤhrend welcher Zeit er nichts als Gelagen, Feſten und an⸗ deren Beluſtigungen am Hofe beizuwohnen hatte. So oft er ausging, hatte er auf Befehl des Kaiſers eine ſchoͤne Kutſche mit ſechs Pferden zu Gebot ſtehen. Der Perſer hatte daſſelbe; allein Sir Anton immer im Range und der Achtung, die man ihnen erwies, den Vorzug, welches die einzige Urſache der oͤfteren Zaͤnkereien und Entzweiungen war, die bisher zwi⸗ ſchen ihnen Statt gefunden hatten. Denn der Perſer, welcher ſtolz und ehrſuͤchtig war, ließ ſich in ſeiner uͤbermuͤthigen und beleidigenden Laune nicht allein bei⸗ gehen, ihn oͤffentlich durch Worte beſchaͤmen, und ſein Benehmen gegen ihn zu tadeln, als auch heim⸗ lich durch geſchmiedete Naͤnke und Kunſtgrißfe herab zu ſetzen, was jedoch entdeckt, und am Ende von ſei⸗ nem eigenen Fuͤrſten zu des Sir Antou's Ehre und des Perſers Beſchaͤmung in ſeinem eigenen Lande ge⸗ raͤcht wurde.

Sir Anton ging, nachdem er von dem Kaiſer ehrerbietigſt und feierlichſt Abſchied genommen hatte, von Prag nach Nuͤrnberg, wo ihm die Buͤrger durch ihren Empfang und praͤchtige Feſte die Achtung bewieſen, welche ſie in ihn ſetzten, da ſie ihn außer den vielen praͤchtigen Gaſtereien und koſtbaren Ge⸗ ſchenken, welche ſie ihm gaben, vier Tage koſten frei 20tes B. Perſien. I. 2. 4