ndaß wir uns einander umgebracht haben wuͤrden, wenn wir nicht eine Wache bei uns gehabt haͤtten.
Wir unterbrechen unſere Erzaͤhlung, um zu dem Moͤnche zuruͤck zu kehren, zwiſchen welchem und ſei⸗ nem Collegen ſich ein toͤdtlicher Haß entſponnen hatte. Sein Name war Alphonſo, und er ein Franziſka⸗ ner. Dieſer Moͤnch hatte Sir Anton benachrichtigt, daß Bruder Nieolao ſein Leben ſehr liederlich in Indien zugebracht habe, wovon er ihm alle Um⸗ ſtaͤndlichkeiten erzaͤhlte. Er benachrichtigte ihn eben⸗ fals, daß ihn der Koͤnig ſeines ausſchweifenden Le⸗ bens halber zuruͤck berufen habe, da er mehr Nachtheil als Gutes in dieſem Lande anſtifte, aber bis jetzt nicht habe dorthin zuruͤck gehen wollen. Er erzaͤhlte ihm ferner, daß das Geſchenk, welches er dem Koͤnig von Perſien in ſeinem eigenen Namen uͤberreicht habe, ihm von einem Freunde des Koͤnigs aus Ormus durch einen dritten mit einem Briefe an den ſelben uͤberſchickt worden ſei; daß der Moͤnch aber, der den Ueberbringer gekannt habe, ihn durch ſchoͤne Worte und ein Geſchenk von fuͤnfzig Kronen verlockt habe, ihm das Geſchenk mit dem Brief fuͤr den Koͤnig ein⸗ zuhaͤndigen, was ihm auch endlich gelungen ſei. Als er nach Perſien gekommen waͤre, habe er den Brief unterſchlagen, allein das Geſchenk in ſeinem eigenen Namen uͤbergeben. Bei der Entdeckung dieſer Schlech⸗ tigkeit nahm ihn Sir Anton gefangen, und fuͤhrte ihn mit ſich, als einen fruͤher der Freiheit Beraubten.


