X. Hauptſtü ck. 3 Reiſeuͤber Aſtrahan und Kaſan, nach Mos⸗ kau, Unannehmlichkeiten in Ruß⸗ land und Einſchiffung.
„Wir brachten zwei Monate auf dem naspiſchen Meere, das wir zu uͤberſchiffen hatten, zu, ehe wir landeten, waͤhrend welcher Zeit wir vieles Ungemach und nicht weniger Furcht auszuſtehen hatten, da wir außerdem, daß dieſes Meer gewoͤhnlich ſehr ſtuͤrmiſch iſt, ſehr boͤſes und windiges Wetter hatten, wodurch wir beinahe Schiffbruch gelitten haͤtten, da nuſer Schiff zweimal liegen blieb, ſo, daß wir genoͤthigt waren, einen großen Theil unſerer Lebensmittel uͤber Bord zu werfen. Endlich erreichten wir nach Ver⸗ lauf von zwei Monaten den gewuͤnſchten Hafen, wo, als wir ankamen, der Gouverneur, we lcher bereits
Bühercht von unſerer Landung hatte, einen Kapitaͤn mit einer Wache zu unſerem Empfang abſchickte, um
uns nach dem Kaſtelle von Aſtrachan zu fuͤhren, wo erſt am vorhergehenden Tage ein Geſandter gelandet war, den der Koͤnig von Perſien ſchon vor einem Mo⸗ nate abgeſchickt hatte, um uns die Reiſe durch die Laͤnder des ruſſiſchen Kaiſers zu bewirken. Von die⸗ ſem Kaſtelle hatten wir zehn Wochen zu Waſſer und zu Land zu reiſen, bis wir nach der Stadt Moskau kamen; waͤhrend welcher Zeit Sir Anton und ſeine Begleiter, wie der andere Geſandte und ſein Gefolge,


