Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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gehen kann; an einigen Stellen iſt er ſo tief, daß er bis an das halbe Bein reicht. Die Stadt iſt reichlich mit Lebensmitteln verſehen, welche ſehr wohlſeil ſind, was uns um ſo mehr Wunder nahm, als das Land ſo unfruchtbar iſt. Es regnet dort ſehr wenig, allein ſie bedienen ſich des folgenden Mittels, ihre Korn felder zu bewaͤſſenn, wie ich ſowohl am Euphrat als am Tigris geſehen habe. Sie jochen vier Ochſen au einander, und haben eine Radmaſchine, welche ſie dicht 8 das Ufer des Fluſſes und vermittelſt zweier Seile

Bewegung ſetzen. Am Ende eines jeden Seils be⸗ be ſich zwei aus Buͤſfel Leder verfertigte Eimer, ſobald ein Eimer herabgeht, ſo kommt der andere mii⸗ Waſſer gefuͤllt herauf, welches in kleinen Kendeln an einigen Plaͤtzen zehn Meilen weit, oder noch weiter geleitet wird, und den Boden bewaͤſſert, was eine ſehr ſchoͤne Erfindung iſt.

Man fieht die Ruinen von Babylon noch bis zur heutigen Stunde. Ich ſelbſt, zaͤhlte neun Thore, und ſah noch viele unterirdiſche Gewoͤlbe und Funda⸗ mente zerſtoͤrter Haͤuſer, als ich durchreiſte. Die Ein⸗ wohner von Babylon, ſind Tuͤrken, Araber, Arme⸗ nier und Juden.

Die Waaren, welche dem Sir Anton weggenom⸗ men worden waren, wurden nach ihrer Beſchlagnahme, dem Paſcha uͤberbracht, welcher ſo großen Gefallen an den Bechern fand, daß er ſie kuͤr ſeinen eigenen Ge⸗

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