Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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32 Schloſſe liegt die ſehr große Stadt Caramit, wel⸗ che Conſtantin erbaut haben ſoll; ſie hat im Um⸗ fange 10— 1200 Fuß, ſtarke Mauern aus natuͤrlichen Steinen mit 360 großen und kleinen Thuͤrmen von bewunderungswuͤrdiger Bauart. In der Stadt ſieht man viele prachtvolle Tempel und marmorte Palaͤſte mit griechiſchen Inſchriften. Sie hat Ueberfluß an

Waſſer und Quellen; unter den Fluͤten, welche ſie beſpuͤhlen, iſt der Set merkwuͤrdig⸗ welcher in den

Wintermonaten außerordentlich anſchwillt, reißend

nach Aſſauchif ſich ſtuͤrzt, und bei Bagdad ſich in den Suphrat ergießt.

Von Caramit ſſt eine Tagreiſe zum ſchoͤnen

Schloſſe Dedu, welches mehre Doͤrfer unter ſich

hat. Von Dedu kommt man in einem Tage zur ſchoͤnen Stadt Mirdin, mit einem Umfange von

4— 5000 Schritten auf einem hohen Berge; ſie hat ein Schloß mit ſtarken Mauern, praͤchtige Pglaͤſte und Tempel. Wenn ſie nicht an Waſſer, welches beinahe ſalzig iſt, Mangel litte, ſo wuͤrde ſie die ſchoͤnſte Stadt der Provinz Diarbeck ſeyn.

Von Mirdin liegt zwei Tagreiſen entfernt ge⸗

gen Norden die Stadt Gizire auf einer Inſel; ſie wird von Armeniern, Curden und andern Voͤlkern

bewöhnt; der Fluß Set, welcher an ihr vorbei laͤuft, beruͤhrt den benachbarten Berg, auf welchem ein

ris Reiſenden zur Rechten gelaſſen.

Schloß ſteht. Dieſe Stadt wird von den nach Tau⸗