Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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bemerkt auch, alle Staͤdte und Schloͤſſer jenſeits des Euphrats haͤtten immer unter der Herrſchaft des perſiſchen Koͤnigs geſtanden, ſo wie die Laͤn⸗ der dieſſeits des Fluſſes unter dem Sultanate von Aegypten.

Von Bir kommt man in 2 Tagen nach Orfa, welches die Einwohner fuͤr ſehr alt ausgeben, und Nimrod erbaut haben ſoll. Der Umfang der Stadt betraͤgt 10,000 Fuße ohne dem Graben; in ihrer Mitte ſtehen 2 ſchoͤne und hohe Saͤulen, welche jenen vor dem Gebaͤude des h. Markus zu Venedig nicht nachſtehen. Eine ſchoͤne Quelle treibt in der Stadt 7 Muͤhlen, und bewaͤſſert die benachbarten Felder; man nennt ſie die Quelle Abraham's. Gegen 6000 Schritte außerhalb der Stadt iſt ein Brunnen, deſſen Waſſer den Ausſatz heilen ſoll. Die vorzuͤglich ſchoͤne Stadt hat viele Palaͤſte und 10— 12 Tempel, welche haͤuſig mit Marmor ausgelegt find. Ihr Ge⸗ biet iſt ſehr reitzend und fruchtbar; die Stadt ſelbſt iſt die Hauptſtadt der Provinz Diarbeck.

Zwei Tagreiſen von Orfa liegt auf einem klei⸗ nen Berge das Schloß Jumilen mit einer ſchwa⸗ chen Mauer, und einem engen Graben aus Steinen. In ihrer Umgebung ſind viele Hoͤhlen in den Felſen, welche den Landleuten, vorzuͤglich den rohen, zum Aufenthalte dienen. Das Land iſt ſo duͤrr, daß in den Fruͤhlings⸗Monaten das Regenwaſſer in Ziſternen ge⸗ ſammelt werden muß. Drei Tagereiſen von dieſem