26
wir uͤber den Fluß, welcher ingrelien von Geor⸗ gien trennt. Am 11. Juli kamen wir auf Cota⸗ chis, einer kleinen Stadt, mit einer aus Steinen erbauten Feſtung auf einem Huͤgel, nebſt einem alten Tempel. Am 12ten brach ich auf, ging fortwaͤhrend uͤber Berge und durch Waͤlder, und uͤbernachtete am Fuße des Berges: zunaͤchſt liegt das Schloß Sean⸗ der, die Reſidenz des Koͤnigs Pangrates. Ich wur⸗ de zu ihm gefuͤhrt, und erhielt einen Wegweiſer. Am 15ten ſetzte ich die Reiſe durch Waͤlder und uͤber ſchreckliche Gebirge mit der groͤßten Beſchwerde fort. Am 11ten kamen wir zur Stadt Goriden, welche unter der Bothmaͤßigkeit des Koͤnigs von Georgien ſteht; ſie liegt in einer Ebene, hat ein feſtes Schloß; ein großer Fluß laͤuft an ihr vorbei.
Die Provinz Georgien uͤbertrifft Mingre⸗ lien ein wenig an Fruchtbarkeit; die Einwohner ſind jedoch einander hinſichtlich der Sitten und Lebensart gleich.
Am 2o. Juli verließen wir dieſen Platz, reiſten fortwaͤhrend uͤber Berge und durch Waͤlder; biswei⸗ len trafen wir einige Doͤrfer, wo wir uns Lebensmit⸗ tel verſchafften. Wir uͤbernachteten im Graſe an Quellen hingelagert; auf dieſe Art durchreiſten wir ganz Mingrelien und Georgien. Am 22. Juli beſtiegen wir einen Berg von unermeßlicher Hoͤhe, und erreichten kaum gegen Abend den Ginpfel deſſel⸗ ben, wo wir uͤbernachten mußten, obwohl wir Man⸗


