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regiert haben ſoll. Hier uͤbernachteten wir, ſehr be⸗ unruhigt durch die Stiche der Muͤcken. Am folgenden Tage beſtieg ich einen Kahn, fuhr bei der Stadt Aſſo an dem Geſtade, das ringsum mit Waͤldern verſehen iſt, vorbei, hier iſt der Fluß nur zwei Stein⸗ wuͤrfe breit; ich ſtieg an das Land, und verweilte 2 Tage.
Die Stadt Phaſis in Mingrelien gehoͤrt dem Fuͤrſten Bendian, welcher ein kleines Gebiet hat, das kaum 3 Tagreiſen groß, allenthalben mit Waͤl⸗ dern und Bergen umgeben iſt, ſeine Bewohner ſind roh, und kommen den Thieren gleich. Sie bereiten Bier, und haben wenig Korn und Wein. Ihre ge⸗ woͤhnliche Speiſe iſt Buchweitzen, welcher wie Brei gekocht wird. Nichts fehlt ihnen als Fleiß und Be⸗ triebſamkeit, um ſo viele Fiſche in dem Fluſſe zu fan⸗ gen, als zu ihrem Unterhalte noͤthig waͤren. Sie nen⸗ nen ſich Chriſten, und beobachten die Gebraͤuche der Griechen, welche ſie durch den graſſeſten Aberglauben entſtellt haben.
Am 4. Juli verließ ich Phaſis, ſetzte uͤber den Fluß, legte in 2 Tagen, fortwaͤhrend durch Waͤlder und uͤber Berge, einen großen Theil von Mingre⸗ lien zuruͤck, und kam gegen Abend nach Mazus, wo Bendian mit ſeinem ganzen Hofe unter Baͤu⸗ men ruhte.
Am 7. Juli fuͤhrte uns der Weg fortwaͤhrend uͤber Berge und durch Waͤlder; am folgenden Tage ſetzten


