Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

237

welche die groͤßte in dem Archipel iſt, und vom feſten Lande nur durch eine ſchmale Meerenge, der Euri⸗ pus genannt, getreunnt wird, welche bei der Stadt ſo eng iſt, daß ſie allda durch eine Bruͤcke mit dem feſten Lande verbunden iſt. Merkwuͤrdig und wahr⸗ haft wunderbar iſt dieſe Meerenge wegen der Ebbe und Fluth; man erzaͤhlt, Ariſtoteles habe, weil er die Urſache der Ebbe und Fluth nicht habe ergruͤn⸗ den koͤnnen, ſich in ihr erſaͤuft. Dieſe Meerenge des Archipels, der ſonſt keine Ebbe und Fluth leidet, hat

wie der Ocean manchen Tag 2mal Ebbe und Fluth, manchmal aber auch des Tages 14 mal. Hiebei richtet er ſich nach dem Mondes⸗Wechſel. Vom Neulichte bis zum erſten Viertel geht ſeine Ebbe und Fluth, wie die des Oceaus, regelmaͤßig vor ſich; vom erſten Viertel bis 2 Tage vor dem Vollmonde iſt dieſelbe unrichtig, und oft 12, 13 14 Mal in einem Tage Ebbe und Fluth. Hierauf wird ſie waͤhrend des Voll⸗ mondes wieder richtig; dann aber wieder bis 3 Tage vor dem Neumonde unrichtig. Im Ganzen geht die⸗ ſelbe 11 Tage unrichtig, 18 19 Tage aber richtig vor ſich.

7) Den 16. Maͤrz reiſten wir von hier nach The⸗ ben, den 117ten kamen wir auf den Weg, den wir fruͤher auf unſerer Reiſe nach Athen eingeſchlagen hatten, wo wir auf der Nordſeite des Berges Par⸗

nas in dem Dorfe Turcochoriuͤbernachteten. Wir wollten von da nach Boudonitza, Zeython und