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Schutz, welchen es von 5000 Bienenſtoͤcken ſammelt. Die Moͤnche bewirtheten uns ſehr gaſtfreundlich, heiz⸗ ten uns auch recht warm ein, was uns das ange⸗ nehmſte war: denn obgleich es in dieſem Lande ſelten Eis gefriert, ſo iſt doch manchmal eine durchdringende Kaͤlte, beſonders wenn es windig iſt, und der Wind von den Schnee⸗Gebirgen weht. Wir waren mit doppelten Kleidern bedeckt, mit Pelzwerk und einem Reiſerocke, und doch fuͤhlten wir die Kaͤlte, als wenn wir nackt waͤren.
5) Von da begaben wir uns auf den Weg nach Marathon, auf dem wir zuerſt nach Cephiſſia, 2 Meilen von Penteli kamen. Es iſt ein ziemlich großes Dorf, und war ehemals eine von den kleinen Staͤd⸗ ten Atticas. Wir kamen durch das verfallene Dorf Stamati, dann auf die Ebene von Marathon, das 7— s Meilen von Cephiſſia entfernt iſt. Eine Meile von Marathon liegt ein ſchlechtes Dorf, mit Namen Urano, welches die kleine Stadt Brauron war. Wir gingen nicht nach Marathon, ſondern ließen es links liegen, und uͤbernachteten in einem Flecken, der nahe am Geſtad des Moraſtes der mara⸗ thoniſchen Felder lag. In dieſem Sumpfe, in wel⸗ chem zur Nachtzeit die nach der Schlacht fluͤchtigen Perſer umkamen, verlieren ſich etliche Baͤche, welche ſich in ihn ergießen. Er iſt ganz mit Gras und Bim⸗ ſen bewachſen, weßwegen man ihn von der Ferne fuͤr eine Wieſe haͤlt. Die Moͤnche von Penteli, die


