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thuͤmer; alles, was wir antrafen, war beinahe durch⸗ gehends neuern Urſprungs, die Inſchriften waren alle in lateiniſcher Sprache abgefaßt und ſtammten aus der Zeit, wo die Roͤmer hier eine Kolonie anlegten.
4) Von Korinth bis nach Sycion, nun Vaſi⸗ liea, ſind nur 3 italiſche Meilen. Unter der Herr⸗ ſchaft der Venetianer war es ein kleine Stadt; nun hat es nur einige ſcheechte Haͤuſer, in denen 3 tuͤr⸗ kiſche und eben ſo viele griechiſche Familien wohnen. Es liegt auf einer Anhoͤhe, 3— 4 Meilen vom Meere. Ehe man zu ihr hinauf kommt, muß man uͤber einen Bach treten, der meines Erachtens der alte Aſopus iſt. Es befinden ſich hier noch 2 andere Baͤche, wel⸗ che das an Oliven reiche Land bewaͤſſern. Wir woll⸗ ten nicht nach Korinth zuruͤckkehren, und uͤber⸗ nachteten daher in einem kleinen Dorfe, etwa 2 Mei⸗ len von dem nun ganz verſandeten korinthiſchen See⸗ hafen Lechaͤus. Den folgenden Tag uͤbernachteten wir zu Megara, den dritten zu Athen, wo wir von unſern Bekannten und den ſchoͤnen Alterthuͤmern Abſchied nahmen.
5) Wir hatten uns entſchloſſen, zu Lande durch Theſſalonien nach Wien in Oeſterreich zu reiſen. Wir brachen daher den 9. Maͤrz 4676 auf, und uͤbernachteten am naͤmlichen Tage in dem penteli⸗ ſchen Kloſter, welches eines der groͤßten in Griechen⸗ land iſt, und gegen 100 Moͤnche zaͤhlt. Es zahlt dem Sultan jaͤhrlich 6000 Pfund Honig Caraſch oder


