Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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9) Nachdem wir faſt einen Monat die Alterthuͤmer der Stadt betrachtet hatten, wollten wir auch die Um⸗ gebung derſelben kennen lernen. Der Berg Hymet⸗ tus ſchien uns eines Spatzier⸗Rittes werth; wir mie⸗ theten uns daher Pferde, und ritten dahin. Er liegt eine kleine Meile von Athen, hat 78 Meilen im Umkreiß, uund iſt oben weder bewohnt, noch bebaut. Als wir zu ihm gekommen waren, ſiel gerade Schnee; wir mußten ihn deswegen fruͤher verlaſſen, als zu ei⸗ ner andern Jahrs⸗Zeit haͤtte geſchehen muͤſſen. Die Alten glaubten, daß auf ihm die Bienen ihren Ur⸗ prung genoammen haͤtten. Wenn auch dieß nicht die Probe der Wahrheit aushaͤlt, ſo iſt doch ſo viel gewiß⸗ daß dieſer Berg voll von Kraͤutern iſt, welche die Bie⸗ nen aufſuchen, und daß er voll von Bieuen iſt, die das koͤſtlichſte Honig, das man trift, bereiten. Es iſt ſchoͤn goldfaͤrbig, ziemlich dick, und vertraͤgt mehr Waſſer, gls anderes Honig; weßwegen es auch zur Bereitung des Sorbets oder Meths vorzuͤglich geeignet iſt. Auf ahm ſtehen viele Griechiſche Moͤnchs⸗Kloͤſter, welche ſich von der Bienen⸗Zucht ernaͤhren.

10) Wir rirten auch herum, um die Haͤfen von Athen zu ſehen. Der erſte, war der Phalereiſche, welcher 2 italiſche Meilen von der Stadt entfernt iſt. Auf dem Wege zu ihm ſtand ehemals der Tem⸗ pel des Jupiters welchen Mardorius, der Feld⸗ herr der Perſer, in Aſche gelegt hat. Er war ſehr groß, und hatte uͤber 3 italiſche Meilen im Umkreiſe/