Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Theſeus, Oepidus, Platos, ja man hielt ſie fuͤr den vornehmſten Begraͤbnißplas.

6) Ich kehre wieder zur Beſchreibung der Stadt zuruͤck, die ich wegen eines Spatziergauges zur Aka⸗ demie unterbrochen habe. Suͤdwaͤrts von dem Tem⸗ pel des Theſeus ſind die verfallenen Mauern des Areopag's, deſſen Fundament halbrund iſt, und aus ſehr großen, in Form eines ſpitzigen Diamants gehaue⸗ nen Felſenſteinen beſteht. Es ſtand auf denſelben eine Ebene von etwa 140 Schuh in der Laͤnge, welches der Saal war: denn die Gerechtigkeit wurde hier immer oͤffentlich gepflegt. Man ſieht auch noch jetzt, daß die⸗ ſes Gebaͤude nicht hoͤher, als die Erde geweſen. In der Mitte befindet ſich ein aus Felſen gehauener Rich⸗ ter⸗Stuhl, der an ſeinem Nuͤcken eine Mauer von eben ſolchen Felſen, und an den Seiten ſteinerne Baͤnke zu Sitzen fuͤr die Mitglieder des Areopags hatte. 7) Zwiſchen dem Areopag und dem Tempel des Theſeus iſt die Kirche des Areopagiten Dionyſius. Hier befindet ſich auch die Wohnung des Erzbiſchofs, welchen wir beſuchten: wir fanden ihn als einen recht artigen und gebildeten Mann, wurden von ihm recht gut aufgenommen, und erfuh⸗ ren, daß zu Athen 52 Kirchen, deren iede einen Prieſter hat, ſeien, außerhalb der Stadt aber gegen 200, in denen zuweilen Gottesdienſt gehalten werde. Die Urſache ſo vieler Kirchen liegt in der Relision der