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naten reif iſt, hierauf zu dem Dorfe Megalo Mulei, wo wir uͤbernachteten. Den andern Morgen reiſten wir nach Theben, wohin 3 Stunden ſind.
9) Theben von den Eingebornen Thiva ge⸗ nannt, nicht Stiva, wie Einige ſchreiben: denn das S., welches ſie von den Griechen vor Thiva ſauſen hoͤren, iſt nichts als das Fuͤgewort in, zu oder nach. Aus einer ſolchen Unkenntniß der Sprache entſtand auch Stampol oder Stimpol, ein Name ven Kon⸗ ſtantinopel, welches eigentlich stin polin, nach der Stadt heißt; daher ſchreibt ſich auch die andere Benennung von Athinag, naͤmlich Setines. Sie war vor Zeiten die Hauptſtadt von Boͤotien, und hat ſich in dem Kriege mit den Lazedaͤmoniern un⸗ ter Examinondas beruͤhmt gemacht. Ihr Erbauer iſt Kadmus. Amphion, Koͤnig von Theben hat ſie mit einer Mauer umgeben, und Alexander der Große lietz ſie auf Antrag ihrer benachbarten Voͤlker, mit de⸗ nen ſie immer in Krieg lebte, ſchleifen. Seitdem iſt ſte ein ſchlechtes Dorf geworden, was ſie noch heute iſt. Sie hat einige Moſcheen und einige chriſtliche Kirchen und gegen 3— 4000 Seelen, unter welchen die Einwohner der Vorſtaͤdte ſich auszeichnen, unter denen die Vorſtadt S. Theodor mit einer herrlichen Quelle, wahrſcheinlich die alte Quelle Diree, die beruͤhmteſte iſt. In der Naͤhe von Theben auf dem Wege nach Negropout wird 45— 20 Schuh tief in der erde der Meerſchaum gegraben, welches eine weiße


