211
Lukas, welches der Sohn des Kaiſers Konſtan⸗ tin VII. erbauk hat. Es iſt von Moͤnchen, welche nach der Regel des h. Baſilius leben, bewohnt, und das groͤßte Kloſter in ganz Romanien, welchen Namen Griechenland ſeit der Verlegung des Sitzes des Kaiſerthums uach Konſtantinopel hat. 1
s) Erſt gegen Mittag des andern Tages verließen wir dieſes Kloſter. Wir ließen den Berg Helikon zur Rechten, reiſten durch das Dorf Syrba, und kamen gegen Abend in Livadia an, wo wir in dem Kan bei dem Eingange der Stadt, logierten. Livad ig treibt Handel mit Wollen⸗Zeugen, welche allda ver⸗ fertigt werden, und mit Korn und Reis, mit welchem: es ganz Griechenland verſieht. Es hat mehrere Mo⸗⸗ ſcheen und Kirchen, wird von Tuͤrken, Griechen und Juden bewohnt, und war einſt wegen des Orakels des Trophonius beruͤhmt. Aus dem Felſen, an dem: es liegt, entſpringt ein Bach, der durch Livadia ſließt, und gleich an der Quelle ſo ſtark iſt, daß er⸗ Muͤhlen treiben kann. In der Entfernung eines Flin⸗ tenſchuſſos von dieſer Stadt faͤllt er in den Bäch, der luͤngs des Weges, den wir gewaͤhlt hatten, fließt, und in den See Livadia, oder den alten Copaidiſchen Sumpf ſich verliert.—.
Den andern Tag ließen wir dieſen See, welcher 8 von der Stadt Copa ſeinen Namen hat, zur Linken liegen, kamen in dem Dorfe Deuirna, 2 Monate⸗ genaunt, weil das Korn allda nach der Saut in 2 Mo⸗


