Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

201 G ihre Ruinen heiſſen die Tuͤrken Bambouk⸗Kale, Baumwollen⸗Thurn, wegen der weißen Felſen, die umher zu ſehen ſind. Sie liegt am Fuße eines Huͤ⸗ gels, welcher beinahe Laodicea gegenuͤber iſt, und gegen Suͤd eine 5 Meilen breite Ebene hat. Zwiſchen beiden Staͤdten, doch etwas naͤher bei Hierapolis, fließt der Lykus. Man ſieht hier eine ſo außeror⸗ dentliche Menge eingefallener Kirchen und Mineral⸗ Quellen, daß man ſich nicht wundert, warum die Al⸗ ten ſie die heilige Stadt genannt haben. Ein ſolches Mineralbad, in dem ſich ſein Waſſer uͤber den Nand ergießt, macht eine Rinde von grauer Erde, de⸗

ren Oberflaͤche dem Topas der Farbe nach gleicht. Auch iſt allda ein großes Theater aus Marmor mit 40 Stu⸗ fen, welches wirklich ſehenswerth iſt.

15) Milet, welches nicht weniger als Ephe⸗ ſus beruͤhmt war, iſt ein Haufe von ſchoͤnen, aber al⸗ ten Mauern, unter denen einige Schaͤferhuͤtten ſtehen. Sie liegt 11⁄½ Tagreiſe von Epheſus, etliche Mei⸗ len vom Meere, nahe an dem Mean der welcher die Grenze zwiſchen Carien und Jonien macht, war die Vaterſtadt eines der 7 Weiſen Griechenlands, Thales, und wird wegen der von einem ſchoͤnen Pa⸗ laſte uͤbriggebliebenen Mauern nun Palatſchia ge⸗ nannt. 3

1 ½ Tagreiſen von Milet liegt die zerſtoͤrte Stadt Aſkemkaleſi(Schloß von Aſkem). Waͤh⸗ rend Milet noch in Jonien liegt, befindet dieſe ſich