200
Von der ehemals daſelbſt geſtandenen chriſtlichen Kirche findet man keine Spur mehr.
12) Sardes nun Sardo, vor Alters der Sitz des reichſten Koͤnigs ſeiner Zeit, Croͤſus, liegt am Fuße des Berges Tmolus, welcher gegen Nord eine Benſi mit vielen kleinen Baͤchen bewaͤſſerte Ebene hat.
lie dieſe Baͤche entſpringen theils aus dieſem Berge, ane aus benachbarten ſuͤdoͤſtlich von der Stadt gele⸗ genen Huͤgeln. Aus dieſem Berge entſpringt auch der Fluß Paktolus. So reich dieſe Stadt ehemals war, ſo arm ſieht ſie jetzt aus: denn auſſer einem großen Kan, da der gemeine Weg der von Smyrna nach Alepo oder Perſien ziehenden Karavanen durch⸗ fuͤhrt, ſtehen allda nur einige elende Huͤtten. In dem oͤſtlichen Theile der Stadt ſieht man noch ein altes Schloß nebſt verfallenen Mauern einer Kirche, und ge⸗ gen Mittag und Mitternacht die Truͤmmer einer Kirche. Eine andere Kirche, an deren Thuͤren viele Saͤulen aus geſchliffenen Marmor ſtehen, haben die Tuͤrken in eine Moſchee umgewandelt.
13) Philadelphis, von den Tuͤrken Alla⸗ ſcheyr, d. i. Gottes⸗Stadt genannt, hat a Kirchen und 7— 8000 Einwohner. Es liegt 27 Meilen ſuͤdoͤſt⸗ lich von dem Berge Omolus, auf dem man eine ſchoͤne Ausſicht in die Ebene hat.
14) Ehe wir dieſes Land verlaſſen, muͤſſen wir auch einiges von jenem den 7 Kirchen benachbarten Staͤdten ſagen. Hierapolis iſt eine ganz oͤde Stadt,


