Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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als der uͤbrige Tempel gekoſtet hat, da man denſelben durch Kohlen, Baumwolle und anderere Materialien trocken machen mußte. Eine kleine Stiege fuͤhrte uns unter die Erde in Gewoͤlbe, welche wahrſcheinlich die Cyſternen des Tempels waren. Wir waren einen groſ⸗ ſen Theil derſelben theils durchgangen, theils durch⸗ krochen, als uns der viele Schlamm das weitere Ein⸗ dringen unmoͤglich machte. Wir verließen daher wie⸗ der dieſelben, und betrachteten lieber die alten einge⸗ fallenen Mauern, um uns den Grundriß des Tempels vorzuſtellen. So viel wir aus dieſen ſchließen konnten, war der Tempel 4 eckig und noch einmal ſo lang als breit. Die Fronte deſſelben ſtand der Feſtung und dem Dorfe Epheſus entgegen. Die Mauern waren theils aus Quadern theils aus Ziegelſteinen, in welchen man noch viele regelmaͤßig gemachte Oeffnungen ſieht, was mich zu der Vermuthung brachte, daß die Mauer mit Blech uͤberzogen geweſen ſeyn moͤchte. Dieſer Tempel wurde zu den 7 Wunderwerken der Welt ge⸗ rechnet, und von Heroſtrat, um ſich zu verewigen, angezuͤndet.

10) Nachdem wir alles dieſes geſehen hatten, ver⸗ lieſſen wir Epheſus und kehrten nach Smyrna zu⸗ ruͤck, wo wir uns nach den uͤbrigen, in der Offenbarung genannten Kirchen erkundigten, die wir aber nicht ſa⸗ ben, ſondern blos aus angefertigten Manuſkripten, von einigen, welche die Reiſe dahin ſeit s oder 6 Jahren gemacht batten, uͤber ſie nachſtehendes erfuhren.