Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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hen ſie Paläſtina ſchon, und landeten in dem Hafen Hadlid, zwiſchen Ptolomais und Cae⸗ farea. Hadlid, einſt vielleicht Lydda oder Di⸗ ospolis, iſt ein altes verfallenes Schloß, wie die Stadt Ptolomais ſelbſt nur alte Haͤuſer hat, von Arabern gebaut. Vor Zeiten war ſie eine ſcho⸗ ne und belebte Stadt, überhalb des Berges Car⸗ mel. Den 29. April fuhren ſie auf einem kleinen Schiffe eines Griechen nach Japha oder Joppe. Von Joppe reiſten ſie nach Ramu durch eine uͤberaus ſchöne und an Oliven und Datteln frucht⸗ bare Gegend. Von Rama ſetzten ſie lhre Reiſe mit einer Caravane unter Araber⸗Geleit nach Jeru⸗ ſalem foxt, wo ſie wohlbehalten den a. Mai anka⸗ men. Nur nach Ablegung ihrer Waffen, und nach ſtundenlangem Warten durften ſie mit Erlaubniß des Paſcha in die Stadt ziehen. Sie logirten ſich in ein Kloſter, worin italiſche Moͤnche wohnten. Zu⸗ naͤchſt ſtatteten ſie dem griechiſchen Patriarchen einen Beſuch ab, und von dieſem ſehr freundlich empfan⸗ gen, begaben ſie ſich in die Stadt, um ihre Merk⸗ wuͤrdigkeiten zu beſehen. Unter dieſen beſchreibt Schweigger zuerſt den Tempel des heiligen Grabes, als ein großes, rundes, ſehr hohes und mit Kuppeln verſehenes, mit Blei gedecktes Gebau⸗ de, mit ſchoͤnen Emporkirchen und unterirdiſchen Feiſengaͤngen. In dieſem Tempel findet man noch heute die Begraͤbniſſe der Lorhringiſchen Koͤnige, als des Gottfried von Bouillon, u. g. Das Gebaͤude des heiligen Grabes ſelbſt hat von auſſen die Form einer Kapelle, und von innen iſt der Fels des Grabes mit Marmor uͤberzogen. Das Grad ſelbſt iſt eine geraͤumige Höhle im Felſen aus⸗ gehauen, durch ewig brennende Lampen herrlich er⸗ leuchtet. Mönche leſen daſelbſt, wie in der Kirche,