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ſtets in Gegenwart des Sultans, der jedoch der Verſammlung nur durch ein Gitterfenſter zuzubören pflegt. Hier werden alle Sachen in letzter Inſtanz entſchieden, alle Befehle ausgegeben; von hier wer⸗ den die Unterbeamten beſtaͤttigt oder entfernt, je nachdem es Noth thut. Hier wird uber Krieg und Frieden beſchloſſen.. 3
Die Gerechtigkeitspflege und Polizey des türkiſchen
Reichs iſt nicht zu achten. Sind gleich falſche Zeugen
verpoͤnt, ſo werden ſie doch oft zugelaſſen, beſonders ge⸗ gen die Chriſten. Dann wird auch nicht lange nachge⸗ forſcht, wer Recht oder Unrecht gethan; ſondern der Kadi entſcheidet, oder uͤber ihn der Mufti nach Willkühr, oder nach dem Koran. Nach der Ent⸗
ſcheidung wird mit dem Straflinge verfahren, je
nachdem ſein Vergehen für gering oder groß erachtet worden. Uebelthaͤter oder Religionsſpötter werden an eiſernen Krummhacken durch die Lenden lebendig aufgehenkt, weßwegen ſie oft drei Tage alſo haͤngen, tehe das Leben entflieht. Diebe und Betruger wer⸗ den geköpft, oft auch die Reichen, blos weil ſie reich ſind und der Nachbar⸗Turke Geld braucht. Landes⸗Verraͤther werden mit Pferden zu Tode ge⸗ ſchleift; Falſchmunzer auf einem Eſel durch die Stadt zu Tode geſteinigt. Ehebrecher werden in Saͤcke gebunden, und in das Meer geworfen; Kna⸗ benſchaͤnder, deren es viele gibt, vor den Moſcheen zu Tode geſtürzt. Und zu dem allen brauchen die
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