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an, alſo an die Graͤnze zwiſchen Ungarn und Ser⸗ vien. Da von hier die Reiſe zu Land fortgeſetzt werden ſollte, ſo wurden die Schiffe ausgeladen und verſchenkt. Die Stadt Belgrad, einſt Tauru⸗ rum, iſt groß, liegt zum Theil in einer Ebene, zum Theil auf kleinen Anhöhen. Die Umgegend iſt uͤberaus ſchön. Seit ihrer Einnahme aber ſind die Ringmauern meiſtens verfallen. Das mit Blei ge⸗ deckte Schloß allein ſtand mit unverſehrten Mauern, doch leer und ohne Kanonen. Die meiſten Haͤuſer der Stadt waren ſchlecht. Da wir gerade unſere
Reiſenden an die Grenze begleitet haben, ſo ſtehe
hier eine Bemerkung uͤber das ganze Ungarnland. Es iſt reich an Gold und Silber, und anderem Me⸗ tall, liefert Melonen, Wein, Obſt, und hat viel Rind, Wild und Fiſche. Die Schönheit und der Reichthum der Natur deſſelben iſt uͤberhaupt von der Art, daß es leicht begreiflich wird, wie ſich einſt Aſiaten, Sarmaten, Seythen, Gothen,
Hunnen, Vandalen, Gepiden, Heruler,
und Longobarden, und noch andere Völker um deſſen Beſitz ſtreiten, und oft ſo hartnaͤckig und lan⸗ ge ſtreiten konnten.
Von Belgrad, welches gerade die Häͤlfte des Weges von Wien nach Konſtantinopel iſt, zo⸗ gen die Reiſenden uͤber ein Gebirge, dann durch das von Bulgaren bewohnte Dörfchen Gurizesme, deſſen weibliche Einwohner ihre Ohren, Arme und


