Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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warde. Nach türkiſcher Sitte ritten demſelben vier Zauſchen, und eine Anzahl Janitſcharen vor. Im Vorhofe des Paſcha⸗Gebaͤudes ſtieg man von den Pferden. Auf der in dieſem Vorhofe befindli⸗ chen Gallerie machten die Diener des Paſcha, mei⸗ ſtens mit Thierhaͤuten uüͤber die Schultern bekleidet, dem Geſandten ihre Aufwartung. Er trat dann in die Gemaͤcher des Paſcha, welche alle mit herrlichen Teppichen belegt waren, an den Waͤnden mit ver⸗ goldetem Laubwerk geziert. Von Ofen begleiteten die vorigen Zauſchen unſere Reiſenden nach Peſth, noͤrdlich, jenſeits der Donau. Dieſe Stadt, in weiter Ebene gelegen, hat ziemlich hohe und dicke Mauern, aber meiſtens ſchlechte und liederlich ge⸗ baute Haͤuſer, und kothige Straßen. Obgleich in dieſer Stadt noch einige Chrkſten wohnten, ſo fand man doch ſchon weder Glocken noch Uhren, Dinge, die in der Tuͤrkei nicht zu treffen.— Nach einem kurzen eingeſchalteten Ueberblick der Geſchichte Un⸗ garns, bis es unter türkiſche Bothmäßigkeit kam, ſehen wir unſere Reiſenden wieder auf dem Strome

nach Karlowitzi, ihrem Ziele naͤher ſchwimmen.

Zu beiden Seiten der Donau beobachteten ſie meh⸗ rere geringe und unbedeutende Flecken, allenthalben Spuren türkiſcher Verwuſtung, zuweilen recht ſchoͤne Landſchaften. Am 28. November endlich kam man, vom Donner der Kanonen, wie gewöhnlich begruͤßt, zu Belgrad oder Griechiſch⸗ Weiſſenburg