Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Die Stadt Rhodos ſelbſt ſei klein, und Sehens⸗ werthes darin ſei blos die von den Kreutzherren er⸗ baute Sct. Johannis⸗Kirche. Von Creta und Tenedos ruͤhmt er blos den Wein.

Außerdem ſagt uns Gerlach, Jconium ſoll eine große ummauerte Stadt in Caramanien oder Cilicien ſeyn; die Stadt Anchialo ſoll 5 Tage⸗ reifen von Konſtantinopel am Euxiniſchen Meere liegen; die Stadt Berroe ſei eine Tag⸗ reiſe von Theſſalonich entfernt.

Von Cairo in Aegypten berichtet er: dieſe Stadt ſei viel größer als Konſtantizopel, habe 22,000 Moſcheen, ſchoͤne Haͤuſer mit großen und weiten Gemächern, in jeder Straße eine Roßmühle und einen öͤffentlichen Backofen: ubrigens gebe es in dieſer Stadt, wie in ganz Aegyptenland, viele Blinde, und dieſes Uebel entſtehe aus dem unor⸗ dentlichen und unreinlichen Leben der Leute. Denn viele derſelben lebten das ganze Jahr auf den Gaſ⸗ ſen obhne Dach und Fach von Jugend auf, und Staub und Koth ſei ihr Bett der Ruhe: doch gäbe es unter dieſen Einwohnern vortreffliche Reiter und gute Schwimmer, wenn gleich die meiſten ein kraftloſes und verdorbenes raͤuberiſches Geſindel ſeien.

Was Gerlach auf ſeiner Rückreiſe, welche er mit der Geſandtſchaft einige Monate nach der An⸗ kunft des ablöſenden Geſandten, Freiherrn von Sin⸗ zendof, am a. Juni 1578 antrat, bemerkt hat, iſt