Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Bote des Kaiſers zu mir gekommen war, vermuthe⸗ ten die Türken, er habe neue Befehle gebracht, um unter vortheilhafteren Bedingungen den Frieden mit ihnen zu ſchließen, und glaubten, ich ſuche denſelben zu hintertreiben. Deßwegen hielten ſie es nach ihrer Gewohnheit fuͤr das Beſte, mich recht hart zu behan⸗ deln, um dadurch eher Gewißheit zu erlangen. Aber vergebens; denn ſelbſt Ruſtan's ſcheinbare Drohung mit Krieg vermochte nicht, mich in Schrecken zu ſetzen.. Auf Verlangen Eurer Majeſtaͤt ſehe ich mich ge⸗ zwungen, die oben angefangene Erzaͤhlungen der Em⸗ pörung Bajazeths fortzuſetzen. Dieſer wurde, wie wir oben gemeldet haben, unter der Bedingung wie⸗ der zu Gnaden aufgenommen, daß er beine Feind⸗ ſeligkeiten mehr beginnen, noch Neuerungen an⸗ fangen wolle. Doch dieſe Bedingungen erfuͤllte er nur waͤhrend des Lebens ſeiner Mutter. Nach ihrem Tode, welcher zwei Jahre darauf erfolgt war, er⸗ wachte in ihm der alte Groll heftiger, als zuvor. Er ſtellte ſeinem Bruder bald heimlich nach dem Le⸗ ben, bald ubte er öffentlich Gewaltthäͤtigkeiten aus. In Konſtantinopel ſuchte er die Leibwache auf ſeine Seite zu bringen. Hievon wurde S oliman durch ein warnendes Schreiben Selims in Kenntniß geſetzt, und ergrimmte heftig uͤber Bajazeth. Schrift⸗ lich verſuchte Soliman vergebens, ihn zu ſeiner Pflicht zuruͤck zu fuͤhren, und erinnerte ihn verge⸗ 16tes Baͤndchen, Tuͤrkei I. 3. 3