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ſie dieſelben nicht leſen koͤnnten. Zuletzt kamen ſie zu dem Patriarchen. Als dieſer gleichfalls ſie nicht leſen konnte, ſo wurde beſchloſſen, mir dieſelben zu uͤberliefern. Ich aber, der ich den ganzen Hergang ſchon erfahren hatte, beſchwerte mich deßwegen bei Ruſtan. Hier aͤußerte er ſeine Meinung alſo: die⸗ ſer Geſandte iſt noch jung, und verſteht ſchon ſolche Sachen, die der Patriarch, welcher ſchon ein bejahr⸗ ter Mann iſt, nicht verſteht. Aus dieſem kann noch ein großer Mann werden. 1 Als ich einige Tage ſpaͤter der Geſchaͤfte wegen bei Ruſtan war, betrug er ſich ſehr freundlich gegen mich; fragte zuletzt, ob ich nicht meinen Glauben verlaſſen und Mahumeth's Lehre annehmen wollte; er verſprach mir großen Reichthum und Ehrenſtellen bei Soliman. Ich antwortete ihm, daß ich meine Religion nicht verlaſſen wuͤrde. Das iſt gut, ſprach Ruſtan, aber was wird mit deiner Seele werden? Ich erwiederte ihm, der Seele wegen ſei ich unbe⸗. ſorgt. 2 1 Vaͤhrend meiner Anweſenheit zu Konſtanti⸗ nopel, kam auch Dadianus der Koͤnig von Kol⸗ chos. Sein Land liegt bei dem Fluße Phaſis am Euxiniſchen Meerbuſen, nicht weit davon iſt der Berg Kaukaſus. Er war ein ſchöner Mann von langer Geſtalt; ſein Gefolge war ſchlecht gekleidet. Die Kolchier, von den Italienern Mingrellos ge⸗ nannt, gehoͤren zu den Voͤlkern, welche zwiſchen dem


