Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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chem ſich immer eine türkiſche Beſatzung befindet, ge⸗ gen die Bewohner Aſiens, welche ungern das türki⸗ ſche Joch tragen, und gegen die Perſer, welche oft bis an die Stadt ſtreifen. Hier ſahen wir noch viele alte Gebaͤude, welche vielleicht den alten Köni⸗ gen Cappadoziens gehört haben moͤgen. Die Stadt hat ſchlechte Hauſer, welche ohne Dach, und aus Lehm erbaut ſind, und enge ſchmutzige Straſſen.

In Amaſien wurden wir zu dem oberſten Baſſa Achmet, und zu den anderen Baſſen gefuͤhrt, um ihnen wegen Abweſenheit des Sultans unſere Auf⸗ wartung zu machen. Ich entledigte mich der Auf⸗ träge Euerer Majeſtaͤt. Die Baſſen aber ſchienen dieſelben nicht günſtig aufzunehmen, und ſtellten alles dem Willen ihres Herrn anheim. Bei unſerer Au⸗ dienz vor dem Suttan ſaß derſelbe auf einer Schuh⸗ hohen Erhöhung, welche mit künſtlichen Tapeten und prächtigen Polſtern belegt war. Der Sultan machte bei Anhöoͤrung unſerer Rede ein finſteres Geſicht. Als wir hineinkamen, wurde jeder Einzelne von uns von einem Kaͤmmerling bei der Hand gehalten, weil ein⸗ mal ein Kroat, um den Tod ſeines Herrn, des Woywoden Markus in Servien zn raͤchen, den Sultan Amurath, waͤhrend des Geſpr aͤches er⸗ mordet hatte. Nach dem Handkuſſe wurden wir ge⸗ gen die jenſeitige Wand ſo geführt, daß wir dem Sultan nicht den Ruücken, oder einen hinteren Theil des Koͤrpers zukehrten. Als er meine freimuͤthige