Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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und Lydien. An dem Ufer deſſelben fanden wir unſere Sußholzpflanze; hier ergötzten wir uns auch am Fiſchfange. Unter anderen Fiſchen fingen wir auch einen Stoͤr, welcher haͤufig in der Donau ſich findet. Es gibt auch daſelbſt viele See⸗Krebſe.

Die Tuͤrben leben maͤßig und ſparſam, ſie be⸗ gnügen ſich mit Salz und Brod, mit Knoblauch und Zwiebeln und ſauerer Milch; letztere vertreibt bei der großen Hitze den Durſt, und wird deßwegen in allen Karavanſaraien feilgeboten. Auf ihren Rei⸗ ſen genießen ſie keine warmen Speißen, ſondern ſie leben von ſauerer Milch, Kaͤs, gedoͤrrten Pflaumen, Birnen, Feigen, Traubenbeeren; ihr Trank iſt Waſ⸗ ſer. Selbſt bei großen Gaſtereien machen ſie we⸗ nig Aufwand, Gebackenes, Pfannenkuchen, etwas Zuckerwerk, Reis auf verſchiedene Art zubereitet, mit Hühner und Hammelkfleiſch, macht die ganze Ta⸗ fel aus. Bloßes Waſſer, oder daſſelbe mit etwas Honig und Zucker vermiſcht, halten ſie für den köſt⸗ lichſten Trank. Bemerkenswerth iſt noch der Sor⸗ bet, ſie bereiten denſelben alſo: Gemahlene Roſine werden in ein hoͤtzernes Gefaͤß gelegt und mit Waſ⸗ ſer begoſſen; dieſe rühren ſie fleißig um, laſſen ſie einige Tage ſtehen, bis ſie in Gaͤhrung gerathen. Dieſer Trank iſt ſehr lieblich, indem die zu große Suͤßigkeit durch die Saͤure vermindert wird. Er läßt ſich aber nicht lange aufbewahren, weil er bald in Saͤure uͤbergehet. Uebrigens berauſcht er ebenſo⸗

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