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genannten Buſen, ſetzte uͤber manchen ſchoͤnen Bach, ſtieg dann uͤber einen mit Fichten bedeckten unwegſa⸗ men kleinen Berg, nachher an einem tuͤrkiſchen Ka⸗ ſtell voruͤber, bis an den IJfus⸗Fluß. Nun fuͤhrte der Weg durch angenehme Gegenden, oft unter Lor⸗ ber⸗ und Platonenſchatten hin, rechts die Berge, links das Meer habend, in die Ebene, wo einſt Alexan⸗ der mit Darius ſchlug; dann uͤber die Portaͤ Cilieiaͤ,(ein alter Bruͤcken⸗Bogen), durch ſchlecht bevolkte, doch gut bewaͤſſerte Landſchaft, ſodann durch ſteinigte Geſilde, uͤber einen Arm des Fluſſes Pyra⸗ mus, zu den Ruinen der alten Stadt Caͤſarea Ci⸗ lioig. Hier war einſt die Grenze des Sultaniſchen Gebietes. Hier hoͤrte einſt die arabiſche Sprache auf, und ſing die Tuͤrkiſche an. Hier ward die erſte Schlacht zwiſchen Arabern und Tuͤrken geſchlagen.
Am genannten Fluſſe hinab, unter hohen Tere⸗ binthen⸗Baͤumen, zioiſchen großen Schaaf⸗ und Zie⸗ gen⸗Heerden, und nomadiſch lebenden tuͤrkiſchen Land⸗
leuten, kam man endlich nach Adena. Dieſer ſtarke
Flecken liegt an einem Fluſſe, welchen die Tuͤrken Schelikmark nannten“, und welcher durch Lydien und Cilieien unter Rhodus in das Mittellaͤn⸗ diſche Meer fließt. Die Einwohner des Fleckens waren Juden, Griechen, Tuͤrken und Armenier, und beſchaͤftigten ſich viel mit Fertigung der Deppiche. Von Adena hielten die Reiſenden die Richtung
nach Nordweſt, und ſtiegen dann nach einer halben


