88 nicht ſehen, weil es tief liegt. Unterweges bemerkte Belon, daß Sakerfalken*), Wachteln**), Loͤffel⸗ gaͤnſe von Nord nach Suͤd zogen, und weil er dieſe Voͤgel fruͤher hatte nordwaͤrts ziehen ſehen, ſo ſchloß er, daß ſie Zugvoͤgel ſeien. Weil die Nacht einfiel, ehe man Alexandrien, das Ziel dieſer Reiſe, er⸗ reichte, ſo ward auf offenem Meere geankert, um durch Nachtſegeln den Ort der Landung nicht zu ver⸗ fehlen. Den andern Tag kam man zeitig au den zweiten ſchiffbaren Arm des Nilſtroms, an die Muͤndung von Roſette, welche das Meer gelb faͤrbte. Das erſte, was man von Aegypten ſah, war das Schloß von Roſette, von wo man noch anderthalb Tagereiſen nach Alexandrien hatte. Ehe man zu dieſer Stadt kam, ſah man von ferne nichts als Palmen, Sycomoren**), und die hohe Pompejus⸗Saͤule auf dem Vorberg von Ale⸗ randrien. Das Schiff lief ſpaͤt in den Hafen, und ſo kounnten die Reiſenden erſt an dem andern Morgen ausſteigen. Die Reiſe von Konſtantinopel bis Alexan⸗
*) Vielleicht der Falco Aegyptius- 2*) Bieleicht der Wieſenknarrer, der Rallus Crex
Inn.
*z Wilde Feigenbaͤume.


