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von Weſt nach Suͤd ſich auf das Ufer des Meeres aus⸗ geſtreckt habe. Wie bei dieſem dann Stirne, Naſen, Kinn, Bruſt, Bauch und Fußſpitzen vor den uͤbrigen Koͤrpertheilen hervorragen; eben ſo geſtalten ſich ab⸗ weſelnd Huͤgel und Vertlefungen auf dem Berge Athos, welcher drei Tagereiſen lang iſt. Der Zu⸗ gang des Berges iſt fuͤr Fußgaͤnger, wie fuͤr Reiter ſchwierig. Jedes einzelne Kloſter deſſelben, deren kei⸗
nes uͤber 280 Moͤnche aufnimmt, iſt gut ummauert
gegen feindliche Angriffe von den Seeraͤubern, die nicht ſelten nach den Schaͤtzen der Mönche ſtreben, aber von dieſen gut bewaffneten Leuten gewoͤhnlich ſehr tapfer und uͤbel empfangen werden. Auch hat jedes Kloſter ſeinen Namen. Dem Fefſtlande zunaͤchſt liegt das Kloſter Hierizos, nach dem Geſtade hin Ala⸗ diefna, u. ſ. f.— Die Kirchen der Kloͤſter ſind ſchoͤn und vortrefflich gebaut. Die Bibliotheken derſelben enthielten nur theologiſche Schriften, weder Hiſtori⸗ ker noch Philoſophen, noch Dichter. Die Moͤnche be⸗ ſitzen ſelten Gelehrſamkeit. Von ſechs rauſend koͤnnen kaum ſechs leſen oder ſchreiben. Nur wenige unter ihnen ſind im Stande, eine Meſſe zu halten. Sie ver⸗
ſtehen ſich durchaus auf nichts beſſer, als auf die Oe⸗
konomie ihrer Klöſter, und leben ſo unbeluͤmmert ne⸗
ben einander, daß ſie, da ſie einerlei Kleidung tragen,
einander oft gar nicht einmal dem Namen nach ken⸗ nen. Die Vegrtation auf dem Berge Atbos iſt ſehr reich, und ſeine Baͤume, Platanen, Fichten, Cedern


