ſelbe den Griechen abgenommen; ſie wurde dieſen aber bei dem Frieden von Antaleidas 387 J. vor Chri⸗ ſtus zuruͤck gegeben. Spaͤter gab ihr Demetrius Poliorceetes ihre ganze Freiheit wieder, die ſie erſt unter den Roͤmern wieder verlor.
XXIX. Euboͤa, eine ſchmale aber zwei Meilen lange Inſel iſt vom feſten Laude des eigentlichen Grie⸗ chenlandes, bei Chaleis gegenuͤber, durch eine ſo ſchmale Zunge getrennt, daß kaum ein Schiff durch⸗ fahren kann. Die daſelbſt herrſchende Ebbe und Flut iſt ſehr gewaltſam, und hat die Alten ſehr erſchreekt. Sein aͤuſſerſt fruchtbarer Boden bringt Getraid, Oel, Wein und alle ſchmackhafte Fruͤchte hervor. Ihre Vieh⸗
Weiden ſind ſehr hoch geſchaͤtzt worden. Die zwei
Staͤdte waren Chaleis und Eretria. Die Be⸗ wohner waren beruͤhmt durch ihre Tapferkeit; aber ihre Sitten ſehr verrufen. Bis zum K. Veſpaſian
hatten ſie ihren Wohlſtand erhalten, weil K. A u⸗
g uſt die Freiheit wieder gegeben hatte.
XXX. Die Cyeladen haben iyre Benennung von der Kreisfoͤrmigen Geſtalt, in welcher ſie zuſam⸗ men liegen. Die erſte iſt:
1) Andros, welche ihren Namen von einem der Generale des Rhadamantes erhalten haben ſoll, der ihn beſtimmte, alle dieſe Inſeln zu beherrſchen, Ihr Boden iſt ſehr fruchtbar, er hat ſuͤße Fruͤchte im Ueberfluße, und eben ſo belle, als friſche Quellen.


