Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſich ehemals große Reichthuͤmer erworben, durch welche ſie eitel wurden, und ſich viele Neider und Feinde zuzogen. Anfangs hatten ſie Koͤnige, unter welchen der Garten⸗Freund Aleinous ſehr beruͤhmt iſt; ſpaͤ⸗ ter waͤhlten ſie die republikaniſche Verfaſſung. Gegen

die Zeit, in welcher N uma zu Rom regierte, ſende⸗

ten die Korinthier eine Kolonie nach Korfu; durch welche(nach Thucydides) unter der Leitung des Phalias die Stadt Spidamnuus wieder bepflanzt wurde. So glaͤnzend ihre Verhaͤltniße in der Vorzeit waren, ſo ſanken ſie doch auch, bis zur Unmerklichkeit herab, als die ſchoͤne Zeit Griechenlands ſich endigte. XXII. Leukadia, einſt Neritus genannt, war urſpruͤnglich nur eine Halbinſel, welche mit dem feſten Lande verbunden war. Die Korinthier ſtachen durch die Landenge, um eine Inſel herzußtellen. Gegen Nord war die Hauptſtadt Leukate; gegen Suͤd ſtaud ein Tempel Apollo's und ein Vorgebirge, welches durch die Thorheit un gluͤcklicher Liebhaber bekannt wurde, die ſich hier in das Meer ſtuͤrzten. Von der Hoͤhe dieſes Felſens warfen die Leukadier jahrlich ei⸗ nen Verbrecher in das Waſſer, um die Uehel abi wen⸗ den, mit welchen ſie ihr Land bedroht waͤhnten. Sis um wickelten ſeinen Leib mit vielen Federn, um ſeinen Sturz weniger gewaltſam zu machen. Konnte er ſich retten, ſo war ihm zwar das Leben geſchenkt, allein

er war fuͤr ſein Leben verbannt.