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werden. Waren ſie im Auslande geſtorben, ſo wur⸗ den ſie daſelbſt beerdigt, und ihr Grab nur mit einer einfachen Inſchrift des Namens und der Urſache ihres Todes verſehen. Man gewoͤhnte die Kinder fruͤhzei⸗ tig, Hunger und Durſt zu ertragen. Die reicheren erhielten keine beſſere Koſt, als die aͤrmeren, ſie ſpei⸗ ſten mit einander.
Bei dieſen oͤffentlichen Gaſtmaͤlern erzaͤhlten die Alten der Jugend merkwuͤrdige Ereigniſſe ihrer Zeit, und ſuchten ſo durch Vortrag und Beiſpiel ſie zu be⸗ lehren, wie man dem Vaterlande nuͤtzlich ſeyn ſoll. So einfach ihre Nahrung war, eben ſo kleideten ſie ſich auch. Die Knaben mußten bis zu einem gewiſſen Jahre barfuß gehen; nur bei dem Heere durfte man ſich etwas vornehmer kleiden. Sie ſetzten ſogar Kro⸗ nen auf, wenn ſie im Begriffe waren, eine Schlacht zu liefern. Auch die Frauenzimmer kleideten ſich ſehr einfach, ohne Gold und Borden; Verzierungen fand man nur an ganz verdienſtloſen Maͤdchen.
Die Lazedaͤmonier waten ihren Koͤnigen und jeder untergeordneten Obrigkeit ſehr gehorſam; ſie waren voll Ehrfurcht gegen die Greiſe, beobachteten in ihrer Gegenwart eine große Stille, und nahmen jede Zu⸗ rechtweiſung an. Jeder Greis hatte nicht nur das Recht, ſondern war ſogar verpflichtet, jeden Juͤngling zu ahnden, welcher ſich ein es Fehlers ſchuldig machte. Das Stillſchweigen, die Geduld und Feſtigkeit waren die Tugenden, welche man den Kindern vorzuͤglich


