Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Jahre hatte das letzte Monat 31 Tage, was mit un⸗

ſerem Schaltjahre uͤberein kommt. Der erſte Tag des Mazedoniſchen Jahres war unſer 2aſter September, wie Uſſerius bewies. Sie lebten einfach und maͤſſig, und zeigten keine Pracht, als bei großen Gaſtereten. Juͤnglinge durften ſich daſelbſt nicht niederlaſſen, wenn ſie nicht auf der Jagd ein wildes Schwein durch Lan⸗ zen⸗Stiche erlegt hatten; Frauenzimmer hatten keinen Zutritt. Nach der Tafel hatten ſie unter anderen Vergnuͤgen auch eine Art militaͤriſcher Taͤnze, welche ſich ſehr ſchoͤn zjeigten. Ihre Mundart war von jener der auderen Griechen ſehr verſchieden.

Das Reich war von Caranus im J. 307 vor Chriſtus gegruͤndet, und hatte ſich unter 44 Koͤnigen bis auf den letzten Perſeus erhalten, welcher von den Roͤmern 168 Jahre vor Chriſtus unterjocht wurde; doch hat keiner eine weltgeſchichtliche Beruͤhmtheit er⸗ langt, als Philipp und Alexander.

II. Die weſtliche Seite von Mazedonien war von einigen Illyriſchen Nationen bewohnt; unter den Roͤmern wurde dieſes Illyrien das neue Epirus genannt. Die vorzuͤglichſten Staͤdte waren:

1) Epidamnus, welche durch eine Kolonie der Coregraͤer geſtiftet, von den Roͤmern Dyrrachium genannt wurde. Doch behauptet Pauſanias und andere, dieſe Stadt ſei nicht auf dem naͤmlichen Platze errichtet worden, als erſtere.

2) Apollonia war eine Kolonie der Korinthier,