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Mazedonien waren ſehr beſcheiden in ihrer K Kleidung, und geſtatteten Allen den leichteſten Zutritt. Ihre Weiber und Toͤchter fertigten oͤfters die ſchoͤnſten Kleider fuͤr ihre Bruͤder, Gatten oder Vaͤter. Die Großen des Reiches waren bloß durch den Titel der Freunde oder Naͤthe des Koͤnigs ausgezeichnet. Unter den Civil⸗Aemtern wurde jene des Sekretaͤrs des Koͤnigs vorzuͤglich hoch geachtet, obſchon dieſer das große Staats⸗Siegel am Ringe ſeines Fingers trug. Der Thron von Mazedonien war erblich; er blieb der Familie des Begruͤnders Caranus bis zur Vertilgung der Familie Alexanders; allein nicht immer kam der Aelteſte auf den Thron.
In militaͤriſcher Hinſicht zeichneten ſich ſchon die aͤlteſen Mazedonier durch Tapferkeit aus; durch dieſe natuͤrliche Anlage, welche noch durch ſtrenge Zucht erhoͤht ward, wurden ſie die erſen Voͤlker, und ſelbſt die Unterjocher Griechenlands. Ihre Truppen waren
theils aus Eingebornen, theils aus Verbuͤndeten, theils aus Soͤldlingen zuſammengeſetzt. Die Maze⸗ donier ſelbſt leiſteten Kriegsdienſte auf eigene Koſten, und begnuͤgten ſich mit zufaͤlliger Beute. Die Ver⸗ buͤndeten wurden durch die Theſſalier, Paͤonier und einige andere Nachbarn unterhalten, und beſtanden auch aus griechiſchen Huͤlfs⸗Truppen, ſobald die Koͤ⸗ nige General⸗Kapitaͤne vom ganzen Griechenland ge⸗ worden waren. Die, Soͤldlinge leiſteten Dienſte fuͤr den Kries, ohne Nuͤckſicht, ob dieſer gerecht oder un⸗


