Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Nordoſt von Griechenland war ehemals Thrazien, welches den Griechen erſt durch die Eroberungen der Koͤnige von Mazedonien bekanut wurde.

Griechenland wird in die Inſeln und in das feſte Land abgetheilt. Letzteres enthaͤlt gegen Nord Ma⸗ zedonien, Albanien, und gegen Suͤd das ei⸗ gentliche Griechenland, dann den Pelopo⸗ nes oder Moreaz die Inſeln aber liegen theils ge⸗ gen Morgen im aͤggeiſchen theils gegen Abend im joniſchen Meere.

1. Mazedonien war anfangs viel kleiner, als es erſt durch die Eroberungen mehrer Koͤnige gewor⸗ den iſt; auch wurde es lange Zeit gar nicht zu Grie⸗ chenland gerechnet. Das Klima war, wegen ſeiner vielen Berge und wegen ſeiner Lage zwiſchen 40 42 Graden der Breite, mehr kalt als warm, obſchon manche Mineral⸗Quelle gefunden wird. In den Ebenen iſt herrliches Futter gediehen; die Berge wa⸗ ren durch Eiſen⸗, Silber⸗ und Gold⸗Minen wichtig. Die Pferdezucht war immer beruͤhmt.

Die ehemalige Hauptſtadt Edeſſa verwahrte die Leichname der Koͤnige nach der Anordnung des alten Perdiccas. Die Geburtsſtadt Alexander's hieß Pella, war durch Suͤmpfe auf mehren Seiten gegen Angriffe befeſtigt, und verwahrte das Grab von Surripides. Die Stadt Olynth gehoͤrte zu Thrazien, bis ſie durch die Verraͤtherei der beiden Buͤrger Eythyerates und Laſthenes vom K.