488
Fackel in ſeinen Haͤnden. Als ſie zur Hoͤhe gelang— ten, traten ſie in einen großen Saal, deſſen Pforte ſehr niedrig iſt. Er bildet ein langes Viereck aus Granit. Sieben ungeheure Steine geſtalten ſich
zur Decke. Ein Sarkophag aus Marmor ruht in dem
aͤußerſten Ende. Menſchen haben dieſes Denkmal be⸗
ſchaͤdigt. Es iſt leer, und der Deckel war herabge⸗
riſſen. Truͤmmer von irdenen Vaſen ſind rings um⸗ her. Die Luft dieſes Gebaͤndes iſt ſo heiß, ſo voll verderblicher Duͤnſte, daß man faſt erſticken moͤchte.
Savary wollte auch die Auſſenſeite erklimmen.
Sie beſtand aus mehr als zweihundert Steinſchichten,
die auf der nordoͤſtlichen Seite am wenigſten beſchaͤ⸗
digt ſind. Nur nach einer halben Stunde konnte er
mit Muͤhe und Anſtrengung auf den Gipfel gelangen, Das Herabſteigen war noch weit gefaͤhrlicher. Ein fuͤrchterlicher Abgrund gaͤhnte vor den Fuͤßen; ein Stuͤck Stein, welches ſich losmachte, konnte ihn in die Tiefe ſtuͤrzen.
XVIII. Nach Betrachtung aller intereſſanten Ge⸗ genſtaͤnde verfuͤgte man ſich zur zweiten Pyramide. Sie ſchien beinahe ſo hoch, als die erſte. Die Beklei⸗ dung derſelben iſt an vielen Orten herabgeriſſen, aber gewaltſam aufgebrochene Loͤcher beweiſen, daß nicht ſo faſt die Zeit, als die Menſchen dieſe Verwuͤſtung angerichtet haben. Die ganze Hoͤhe, vom Gipfel
so Fuß abwaͤrts, iſt noch unverſehrt, wahrſcheinlich,


