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Nachts 10 Uhr zu Schiim an, einem an dem weſt⸗ lichen Nil⸗Ufer gelegenen Dorfe, und ankerte. Da am 19ten ein Nordwind wehete, deſſen Staͤrke den Lauf des Fluſſes uͤbertraf, ſo lichtete man um 11 Uhr Vormittags den Anker, fuhr dann an der Inſel Gieſiret Terfaye vorbei, und an den Staͤdten Mesguna und Dagjour. Die dort ſtehenden Py⸗ ramiden verſchaffen eine ſehr angenehme Aus⸗ und Anſicht zwiſchen Dagjour, Mesguna und Schiim. An mehreren Doͤrfern vorbeigekommen, ſtieg Nor⸗ den bei Gamaſe Ellogoira an das Land. Ga⸗ maſe iſt eine Stadt, oder eigentlich beſſer, ein Zu⸗ ſammenlauf von fuͤnf Doͤrfern. Hier nahm Norden beſonders die Pfluͤge der Ackersleute in Augenſchein. Der Gebrauch der Pfluͤge belehrte ihn, wie wenig Glauben man denjenigen Schriftſtellern beimeſſen kann, welche uns uͤberreden wollen„ daß man in Aegypten das Land gar nicht pflüge, ſondern daß es ſchon ge⸗ nug ſei, wenn man nach der Ueberſchwemmung des Nils den Saamen auf die Erde ſtreue, wo er ohne weitere Muͤhe aufwachſe. Man kam zu ſieben Nil⸗ Inſeln, die einen Raum von etwa 4 Meilen einneh⸗ men, und auf welchen Ortſchaften gebaut ſind. Man mußte die Nacht zwiſchen G amaſe⸗Ellogoire und Gieziret Ellazalle zubringen, wo die Barke auf den Strand gerathen war;z Nachts wurde ſie aber gelichtet. Den ganzen 20. Noy. war große Windſtille; der


