Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

384

den der andern Soldaten, ſprang zuruͤck, faßte mit der einen Hand einen Karabiner, mit der andern ſei⸗ nen Saͤbel, und drohete, daß er jeden, der es wagen ſollte ihn anzugreifen, gleich niedermachen wuͤrde. Mehr brauchte es nicht, dieſe Ruchloſen furchtſam und muthlos zu machen; ſie liefen in der groͤßten Eile aus dem Zimmer. Damit war aber der widrige Vorgang noch nicht beendigt.

Die beiden Janitſcharen, die zuruͤck durch Nor⸗ den's Zimmer gegangen waren, hatten ſich beeilt, Huͤlfe zu holen. Sie langten auch darauf mit 50 wohlbewaffneten Kameraden wieder an; da nahm der Streit von Neuem ſeinen Anfang. Das Schlachtfeld war Nordens Zimmer gegenuͤber. Hier vereinig⸗ ten ſich die Huͤlfevoͤlker mit den erſten Streitern. Vor allem aber war ihnen bange vor dem geladenen Karabiner. Sie ſchrieen uͤberlaut, daß, wenn man den Karabiner nicht niederlegte, kein Quartier gege⸗ ben wuͤrde, und Alles uͤber die Klingen ſpringen muͤßte. Da man dieſer Forderung natuͤrlich nicht ge⸗ horchen wollte, ſchoß ein Janitſchar eine Piſtole ab, deren Kugel uͤber den Kopf von Nordens Freunde hinging. Als dieſer den Piſtolenſchuß hoͤrte, ſtieg er aus ſeinem Bette und oͤffnete ſeine Thuͤre in dem Augenblicke, da die Dame in groͤßter Verlegenheit war, wie ſie ihren Gatten der drohenden Gefahr ent⸗ ziehen koͤnnte; ſie zoͤgerte nicht, und handelte nun. Sie ſchob mit aller Behendigkeit und Geſchicklichkeit