Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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liches und geſundes Klima. Nahe bei Konſtantino⸗ pel ſetzten wir uͤber einen ſehr ſchönen Meerbuſen; wenn hier die Natur von der Kunſt unterſtuͤtzt würde, ſo kaͤme kein Meerbuſen dieſem gleich. Wenn wir in den Spitälern, Imaret von den Tuͤrken genannt, ein⸗ kehrten, ſo ſahen wir in den Mauern viele Papiere. Auf unſere Nachfrage vernahmen wir, daß dieſelben von Tuͤrken ſehr geehrt wuͤrden, weil auf ihnen der Name Gottes geſchrieben ſtehe. Denn ſie glauben, daß man zur Zeit des juüͤngſten Gerichtes nur uͤber einen großen, gluͤhenden Roſt in den Himmel ge⸗ langen könne. Da wuͤrde das Papier, welches ſie in ihrem Leben vom Zertretten bewahrt, ſich plötzlich unter ihren Sohlen ſammeln, und ſie vom Schaden des glühenden Eiſens befreien. Sich auf den Alco⸗ ran zu ſetzen, halten ſie für eine große Sünde; auch laſſen ſie keine Roſenblaͤtter auf dem Boden liegen, weil dieſe aus Mahomet's Schweiß entſproſ⸗ ſen ſeien.

Am 20. Januar langte ich zu Konſtantinopel an, wo ich meine Kollegen, Anton Wrantius und Franz Zay antraf. Der Sultan war gerade mit ſeinem Heere in Aſien, und zu Konſtantinopel Ibrahim Paſcha, ein Verſchnittener, Statthalter. An den Sultan wurde ein Bote geſchickt, um ihn von meiner Ankunft in Kenntniß zu ſetzen. Waͤh⸗ rend dieſer Zeit beſuchte ich die Sophien⸗Kirche; ſie iſt ein ſehr herrliches und merkwuͤrdiges Gebaͤnde,