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nieder; wir aber, die wir aufgepackt hatten, mußten entweder mit vieler Muͤhe wieder abpacken, oder
die ganze Nacht in der Kaͤlte zubringen. Um dieſem Uebel vorzubeugen, verboten wir den Tuͤrken, uns
aufzuwecken, indem uns unſere Uhren ſchon die rechte Zeit anzeigen wuͤrden.
Von Niſſa kamen wir auf Sophien. Dieſe vor Zeiten große und volkreiche Stadt gehörte an⸗ fangs zu Bulgarien, in der Folge zu Servien. Hierauf reiſten wir einige Tage durch ſchöne und ziemlich fruchtbare Thaͤler Bulgariens; waͤhrend dieſer ganzen Zeit über, aßen wir faſt nichts als Aſchen⸗ Kuchen, deren Zubereitung ſehr einfach iſt. Die Weiber knetten etwas Mehl mit Waſſer ohne Sauer⸗ teig, den geknetteten Teig legen ſie auf heiße Aſche, und verkaufen ihn heiß vom Heerd weg.
Merkwürdig iſt daſelbſt die Kleidung der Weiber.
Sie tragen blos ein einfaches, grobes Hemd von Leinwand, mit verſchiedenen Farben durchwebt. Selt⸗ ſam iſt ihr aufgethuͤrmter Kopfputz, welcher ganz aus Stroh mit Leinwand uͤberzogen, bis auf die Schultern reicht, unten iſt er am breiteſten, gegen oben laͤuft er pyramidalförmig zu. Ringsherum zwi⸗ ſchen dem Ober⸗ und Untertheile des Hutes, haͤngen Geldſtucke, Bilder, und Stuͤcke Glas, von verſchie⸗ denen Farben. Der Adel Bulgariens iſt ganz un⸗ terdrückt: Töchter aus vornehmen Geſchlechtern ſind
an Viehhirten verheirathet. Auch traf ich noch Nach⸗


