Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

215

zurückgekommen war, ſchifften wir wieder weiter, und zwar über den Kanal nach Pera. Dort wurden wir von den Chriſten, welche allda wohnen, mit großen Freuden empfangen, und bis in unſere Her⸗ berg begleitet.

Dieß war der 20. Tag Septembers, 1551, im achtundſechszigſten Tage, nachdem wir von Marſeille ausgeſchifft waren.

XII. Von der Stadt Byzant, deren Zer⸗ ſtörung, und der Erbauung Konſtan⸗ tinopels.

Byzant in Thrazien, welches auch Roma⸗ nien genannt wird, war ſchon in den aͤlteſten Zei⸗ ten eine der berühmteſten Städte der Welt. Sie liegt in einer der fruchtbarſten Gegenden von Eu⸗ ropa, an der Meerenge Ponts, welche dieſen Welt⸗ theil von Aſien ſondert. Die Stadt iſt in das Dreieck gebaut, und ſtößt in zwei Orten an das Meer. Die Umgegend iſt aͤußerſt anmuthig und bringt alle Bedürfniße im Ueberfluße hervor. Die Lage derſelben iſt ſo ſicher, daß ſich kein Schiff, ohne dem Willen der Einwohner, nähern, oder voruͤber fahren kann: denn dort, wo die zwei Meere zuſam⸗ men ſtoßen, hat es zwei enge Paͤſſe, oder Einfahr⸗ ten, nämlich aus dem Propontikus, und Euxi⸗ nus. Man nennt es deßwegen den Hafen zweier