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Furcht. Voll des Muthes, nöthigten wir die Schiffs⸗ leute, ohngeachtet des ungeſtümmen Meeres, des Regens und Windes, zur ſchnellen Fahrt, hatten auch ſchon die Spitze des Serails erreicht, und woll⸗ ten eben in den Kanal einſchiffen, als die Flut, die eben aus dem Bosvorus kam, uns wieder zuruͤck ſchlug, ſodann es uns ferner unmoͤglich war, den Landungs⸗Platz zu erreichen. Unter den groͤßten Gefahren mußten wir uns nach Chalcedon in Na⸗ tolien, wenden, und neben einem Wachthurm im Meere, der Janitſcharen⸗Thurm genannt, die große Flut abwarten. Nach dieſer kamen wir jedoch zuletzt gluͤcklich in den Hafen von Konſta ntinopel, ſteckten unſere Fahnen an den Schiffen auf, und löſten alles Geſchuͤtze, als freudiges Zeichen unſerer Ankunft. 3
An dem Geſtade erwartete uns bereits des Groß⸗Sultans Dolmetſcher Hebrahim, ein gebor⸗ ner Pole, der jedoch das Chriſtenthum abgeſchworen hatte. Um ihn waren mehrere, vornehme Befehls⸗ haber, von ihrem Kaiſer beordert, den Geſandten zu empfangen. Dieſer ſtieg auch bald, in Begleitung einiger Herren von Adel, aus dem Schiffe, und nach den erſten Begruͤßungen praͤſentirte man ihm ein ſchönes, weißes Pferd. Auf dieſem begleiteten ihn die tüͤrkiſchen Herren bis an den Palaſt des Roſtan Baſcha. Von dieſem wurde von Aramant auf das Freundlichſte empfangen. Als er auf ſein Hauptſchiff


