Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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glaubten ganz ſicher, daß wir hier zu Grunde gehen mußten. Als aber die Beſatzung dieſes gewahrt hatte, fuhr man uns ſogleich mit kleinen Schiffen entgegen, und füͤhrte uns an das Geſtade. Man ſah unſere Geleitsbriefe, und als man daraus erfah⸗ ren hatte, wer wir ſeien, ließen die Befehlshaber der Beſatzung dem Geſandten wiſſen, daß es nicht in ihrer Gewohnheit liege, koͤnigliche Abgeordnete voruber fahren zu laſſen, ehe ſie von denſelben einige Geſchenke erbalten haͤtten. Ihren unerſaͤttlichen Geitz zu ſtillen, mußte man ihnen deßwegen einige Duka⸗ ten ſchicken.

Als nun unſer zerbrochenes Hauptſchiff wieder ausgebeſſert war, fuhren wir noch an demſelben Tage zu einem großen Flecken, Mayton genannt. Die⸗ ſer liegt auf der Landſeite von Seſtus, und wird faſt von lauter Griechen bewohnt, welche ſich faſt alle, ſowohl weiblicher als maͤnnlicher Seite, vom Spinnen und Weben nähren. Das ganze Völklein mag ohngefaͤhr aus dreihundert Familien beſtehen. Der Flecken liegt am Berg, gegen das Meer zu. In der Naͤhe, auf einem Felſen, ſieht man die Rui⸗ nen eines alten, verfallenen Schloſſes. Selbſt in den Gaſſen von Mayton, und ſogar in den Haäuſern, ſieht man Truͤmmer, und abgeriſſene Stuͤcke von Säu⸗ len, Portalen, Bildern ꝛc. woraus man mit Recht ſchließen kann, daß hier einſt eine große Stadt ge⸗ ſtanden ſeyn muß.