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allein wie ſolche aus der Inſel kommen, arten ſie aus, und nehmen ihre wilde Natur wieder an.
Es herrſcht auch eine alte Gewohnheit auf dieſer Inſel, daß eine Frau, nach dem Tode ihres Mannes, wenn ſie Wittwe bleiben will, eine gewiße Abgabe entrichten muß, welche ſie Traͤgheit⸗Steuer (Argomonialicum) nennen. Dagegen muͤſſen auch die ledigen Maͤdchen, auf dem Lande ſowohl, als in der Stadt, eine gewiße Zahlung leiſten, wenn ſie zum Falle kommen, oder wenn ſie erwieſene Unzucht treiben. Dieſes letztere Reichniß ſoll der Regierung viel ertragen.
Außer dem Homer, ſollen im grauen Alter⸗ thum noch viele andere, beruͤhmte Maͤnner dieſe In⸗ ſel bewohnt haben, als: mehrere Homeriden, welche alle vortreffliche Muſiker ſollen geweſen ſeyn; die Bildhauer Bubalus und Antermes, und andere.
Unter ſolchen, und aͤhnlichen Betrachtungen ver⸗ weilte ich auf Chio bis zum 13. September. An dieſem Tage fuhren wir aber, noch mit der Sonne Niedergange davon, und ſchifften immer am Geſtade fort, bis zu einer kleinen Inſel, St. Stephan ge⸗ nannt, wo die Eiafahrt in den Hafen zu Delphi iſt. Hierauf kamen wir in die Naͤhe von Kardi⸗ milla, wendeten uns dann nach dem Meerbuſen von Kalonien, zur Inſel Metelino, welche ao Meilen von Chio liegt. Weil es Nacht war,


