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führten bei 7000 Menſchen, jung und alt, Maͤnner
und Weiber, in die Gefangenſchaft weg. Ein Sizi⸗ lianer, welcher die Grauſamkeit der Sarazenen kannte, ermordete ſein Weib, und ſeine zwei ſehr ſchönen Töchter, um ſie der Schmach, und Gefangenſchaft zu entziehen. Dann lief er, als ein Raſender, mit dem entbloͤßten Schwerte unter die Feinde, toͤdtete deren mehrere, und wehrte ſich ſo lange, bis man ſich ſei⸗ ner bemaͤchtigte, und ihn in Stuͤcken zerhaute.— Spaͤter ſei der Baſcha nach Barbaria geſchifft, und jetzt belagere er die Feſtung Tripoli.
Mein Geſandte bedauerte von Herzen den Un⸗ fall, welchen Malta erlitten hatte, und meinte, daß er, waͤre er fruͤher hier angekommen, wohl im Stande geweſen ſeyn moͤchte, dem Baſcha zum friedlichen Ab⸗ zug, und zur Erſtattung des Schadens zu bewegen; denn es ſei bekannt, daß der Köonig von Frankreich, unſer Herr, dem Orden der Maltheſer ſehr zuge⸗ than, aber auch bei den Tuͤrken viel vermoͤgend ſei.
Der Großmeiſter nahm dieſe Aeuſſerung mit allen Zeichen der Dankbarkeit auf, und meinte, daß es noch an der Zeit waͤre, fuͤr eine Ausgleichung mit den Tuͤrken zu ſorgen. Es duürfte ſich naͤmlich der Geſandte mit dem Oberbefehlshaber der türkiſchen Flotte nur benehmen, und ſeine Autorität vorzüglich dazu benützen, daß die Tuͤrken bewogen wuͤrden, die Belagerung von Tripoli aufzuheben, von Ara⸗ mant beſann ſich ein wenig, verſprach ader hierauf,


