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raͤthe zu waſchen, und ſind dabei ganz nackt, bis auf eine kleine Bedeckung der Scham, welche ſie aber auch— füͤr eine geringe Belohnung— gerne weglegen. Um den Hals, um die Arme und Füße tragen ſie breite Ringe von Meſſing, mit unedlen Steinen be⸗ ſetzt. Der Tuͤrken Weiber, und die freien Mohrinnen bingegen laſſen ſich ſelten ſehen, und wenn ſie auch aus dem Hauſe gehen, ſo ſind ſie doch vom Kopf bis zu den Fuͤſſen mit einem ſchwarzen oder faͤrbigen Schleier bedeckt.
Dieſes Alles zu beobachten, gewann ich gleich am zweiten Tage nach unſerer Ankunft zu Algier einen Renegaten aus Spanien gebuͤrtig. Dieſer führte mich nicht allein in der Stadt herum, ſondern auch auf ein nahes Gebirge, wo er mir einen hohen Thurm 3 zeigte. Nach ſeiner Ausſage war derſelbe mit vielem Reiſigen Volke, und gutem Geſchuͤtze beſetzt; jedoch zu keiner andern Abſicht, als die hier entſpringenden Waſſerquellen zu bewachen, welche in unterirdiſchen Kanaͤlen zur Stadt geleitet ſeyn ſollen.
IX. Auf einer Inſel vor der Stadt war ehe⸗ mals ein feſtes Kaſtel, welches die Spanier, unter ihrem Koͤnige Ferdinand, erbaut hatten, um den Seeraͤubereien der Algierer Einhalt zu thun⸗ Fer⸗ dinand hatte naͤmlich eine wohlgerüſtete Armada (Flotte) dahin geſandt, und zuͤchtigte ſie dergeſtalt, daß ſie nicht allein Friede hielten, ſondern auch lange Zeit Tribut bezahlten. Als aber dieſer Koͤnig todt


