Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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derten ſie mit den lebhafteſten Farben. um ſie recht zu kraͤnken, ſuchte der griechiſche Kaiſer die beſten ih⸗ rer Pferde aus, und gab ſie dem Geſandten des Sa⸗ razenen Sala⸗heddin zum Geſchenke. Ferner er⸗ zaͤhlten ſie(was auch hier ſchon einmal angefuͤhrt worden), daß der Patriarch von Konſtantinopel zum Volke geprediget, die Kreuzfahrer Hunde genannt, und verſichert habe: daß, wer hundert derſelben ums Leben braͤchte, fuͤr 10 andere Mordthaten, die er etwa an Griechen veruͤbt haͤtte, Verzeihung finde. Nach dieſen ergreifenden Schilderungen wurden die griechi⸗ ſchen Abgeordneten zur Audienz gelaſſen; unter ihnen war des Kaiſers Kanzler. Nach den gewoͤhnlichen Empfangsformeln uͤberreichte er die Briefe ſeines Herrn, voll Falſchheit und Betrug, mit dem Ver⸗ ſprechen der freien Zufuhr, und der Ueberfahrt uͤber den Helleſpont zwiſchen den Staͤdten Abydon und Siſton. Allein weder in Schriften, noch in Worten war Wahrheit. Schon am Eingange, in den Begruͤßungsformeln des Briefes war eine Beleidigung fuͤr alle Ohren teut⸗ ſcher Maͤnner enthalten. Denn der griechiſche Uſur⸗ pator Iſaak nannte ſich darin einen Kaiſer der Roͤ⸗ mer; den teutſchen Kaiſer hingegen nicht anders, als einen Koͤnig. Friedrich Barbaroſſa war aͤußerſt daruͤber entruͤſtet; er ſprach: Die ganze Welt weiß, daß es nur Einen roͤmiſchen Kaiſer giebt, wie es nur Einen Schoͤpfer der Welt, und nur Einen roͤ⸗