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iſt es ein Beweis, daß dieſes Werk an ſich ſehr alt iſt. Dieſer Brunnen iſt zweifach uͤbereinander in lebendi⸗ gen Felſen eingehauen, und von einer entſetzlichen Tiefe. Man ſteigt zu dem Waſſer⸗Behaͤlter, der zwi⸗ ſchen beiden Brunnen iſt, eine Treppe hinab, die 220 Stufen hat, und ohngefaͤhr 7— s Fuß breit iſt. Man kann gut hinabkommen; ſogar die Ochſen koͤnnen leicht hinzukommen, welche gebraucht werden, um Waſſer herauf zu ziehen. Dieſes kommt aus einer Quelle, welches faſt die einzige im Lande iſt. Die Ochſen zie⸗ hen beſtaͤndig ein Rad herum, woran ein Seil haͤngt, an welchem verſchiedene Waſſer⸗Eimer angebracht ſind. Wenn das Waſſer auf ſolche Weiſe aus der erſteren, als dem tiefſten Brunnen gezogen iſt, ſo laͤuft es durch eine kleine Rinne in einen Haͤlter, welcher den Boden des zweiten Brunnens ausmacht, woraus es auf gleiche Weiſe gezogen wird. Und von da vertheilet es ſich in dem ganzen Schloſſe durch verſchiedene Roͤh⸗ ren. Das Waſſer ſchmeckt etwas ſalzig, und wird nur etwa bei Belagerungen getrunken.
Es giebt auch zu Kairo noch verſchiedene Baͤder und einige davon ſehen inwendig ganz artig aus. An dieſen Orten pflegen ſich die Tuͤrken zu verſammeln, theils aus dem Grunde ihrer Religion, um ſich zu rei⸗ nigen, theils ſich zu erfriſchen und zu vergnuͤgen.
Den groͤßten Theil der Gebaͤude in Alt⸗Kairo machen die Luſthaͤuſer der Vornehmen aus. Norden traf aber in ihnen nichts ſonſt, als weitlaͤufige oder


